Wirtschaft Italiens

Italiens Industriestaat wird von der Volkswirtschaft gelenkt. Vor allem in den letzten Jahren nahm die Privatisierung zu. Die Wirtschaft ist die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, beträgt hier rund 1,85 Billionen US-Dollar. Auf dem 20. Platz liegt das im weltweiten Vergleich, gemessen am BIP je Einwohner.
Auf den 12. Platz schafft es Italien in der EU. Ebenfalls am BIP gemessen hat das Land in der EU den zweithöchsten Schuldenstand. Im Jahr 2004 lag das Staatsverschulden am BIP bei 106,5 %. Damit lag Griechenland, mit 109,3 % nur knapp hinter Italien.

Industrie und Betriebe

Die Wirtschaft Italiens zeichnet sich durch die Stärke im verarbeitenden Gewerbe aus. Es gibt viele Familienunternehmen, die nicht nur klein, sondern auch mittelständig sind. Zu den wesentlichen Industrien gehören beispielsweise die Textilindustrie sowie die Chemieindustrie. Auch der Maschinen- und Automobilbau ist hierbei nicht außer Acht zu lassen. Bei den Exportgütern gehören in Italien Bekleidung, Textilien, Lebensmittel sowie Kraftfahrzeuge und Maschinenbauerzeugnisse zu den wichtigsten Gütern. Italien ist zudem der zweitgrößte Weinproduzent der Welt. Mit ca. 52 Mio. Hektolitern ist das Land nach Frankreich ebenso dafür bekannt.

Energieversorgung und Kernkraft

Um die Energieversorgung des Landes etwas genauer zu beleuchten, muss man sagen, dass Italien vor 1990 vier Kernkraftwerke hatte. Der schrittweise Atomausstieg des Landes ab 1987 wurde durch die Tschernobyl-Katastrophe ausgelöst. Heute gibt es in Italien keine Atomkraftwerke mehr, stattdessen wird der Strom jetzt in thermischen Kraftwerken produziert. Aus Frankreich und der Schweiz importiert das Land aber auch einen erheblichen Teil seiner Stromversorgung.

Vom Lira zum Euro

Die Währung ist in Italien seit 2002 der Euro. Bis dahin war das gesetzliche Zahlungsmittel die italienische Lira.