Der Schiefe Turm von Pisa

Schiefer Turm von Pisa
Schiefer Turm von Pisa
© Stephan Hoerold/istockphoto

Auf der ganzen Welt ist der Schiefe Turm von Pisa bekannt. Gedacht war das Gebäude als freistehender Glockenturm für den daneben angesiedelten Dom in Pisa. Am 9. April 1173 fand die Grundsteinlegung für den Turm statt. Einige Jahre nach Beginn der Bauarbeiten gab der Boden unter dem Fundament nach. Zu diesem Zeitpunkt waren erst drei Stockwerke fertig. Aufgrund dessen wurde der Bau für ungefähr 100 Jahre unterbrochen. Um die schiefe Lage auszugleichen wurden die nächsten vier Stockwerke schräg gebaut. Nach dem der Bau danach nochmals unterbrochen wurde, war im Jahre 1372 der Bau des Turms abgeschlossen.

UNESCO Weltkulturerbe

1987 wurde der Schiefe Turm von Pisa von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Der Turm misst eine Gesamthöhe von 54 m und besitzt sieben Glocken. Einige Zeit durften diese wegen begründeter Einsturzgefahr nicht läuten. Auch bringt der Turm einige Legenden mit sich. Beispielsweise, dass Galileo Galilei den Turm für Versuche der Fallgrenze eingesetzt hatte. Aber dies mag wirklich nur auf einer Legende beruhen.

Besichtigung des Wahrzeichens von Pisa

Allgemein ist bekannt, dass der Turm das Wahrzeichen der Stadt Pisa ist. Am 7. Januar 1990 wurde der Turm allerdings für Besucher gesperrt. Die Schräglage des 14.500 Tonnen wiegenden Turms wurde einfach zu gefährlich. 12 Jahre dauerten die Sanierungsmaßnahmen, in denen der Turm um 44 cm gerichtet wurde. Seit dem 15. Dezember 2001 können Touristen den Turm wieder von Innen besichtigen. Im Moment können maximal 30 Personengruppen gleichzeitig im Abstand von 15 Minuten hinein. Neueste Ausgrabungen ergaben, dass der Turm direkt am Rande eines Hafenbeckens steht. Zur Bauzeit war dieser bereits versandet und blieb somit unentdeckt, sodass hierbei die Schieflage von 4,43 Grad entstand.

Video zu den Stablisierungsversuchen