Gesundheitswesen

Der Staat ersetzte das bestehende Krankenversicherungssystem 1978 durch ein anderes, welches die kostenlose medizinische Versorgung der Bürger Italiens sicherstellen sollte. In Italien ist das Gesundheitssystem jetzt als ein nationaler Gesundheitsdienst gegliedert. Alle Patienten werden in einer Liste registriert und die Hausärzte erhalten für Behandlungen eine Pauschale pro Person. Hierbei wird bei stationärer Behandlung die lange Wartezeit negativ bewertet. Daher lassen sich viele Italiener privat behandeln. Die Lebenserwartung in Italien liegt bei Männern durchschnittlich bei 75 Jahren. Frauen hingegen schaffen es in der Statistik sogar auf 80 Lebensjahre. Mit der so genannten mediterranen Kost wird diese hohe Lebenserwartung erklärt.

Mediterrane Küche

Die mediterrane Kost enthält beispielsweise Oliven und Olivenöl sowie helles Brot, Pasta, Reis, Zwiebeln, Knoblauch, Fisch und Meeresfrüchte. Das Übergewicht ist trotz der Vorteile, die die mediterrane Kost mit sich bringt, auf dem Vormarsch. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile auch in Italien eigens für diese Personengruppen Krankenhausstrukturen. Die allgemeinen Ziele des Gesundheitsdienstes sind zu aller erst einmal die Herausbildung eines modernen Gesundheitsbewusstseins bei jedem Bürger.

Arbeitssicherheit

Ein weiteres großes Thema ist die Arbeitssicherheit. Hierbei sollen Krankheiten und Arbeitsunfälle vorgebeugt werden. Schnelle Diagnose und die darauf folgende schnelle Heilung von Krankheiten sind ebenfalls wichtig. Auch ein Ziel des Gesundheitsdienstes ist das Bewusstsein für die Lebensmittelhygiene. Auch bei der Tieraufzucht wirkt der Gesundheitsdienst mit, um diese vor Krankheiten zu schützen. Eine weitere große Thematik ist der Schutz von Mutter und Kind. Nicht zuletzt fordert der Gesundheitsdienst die berufliche Weiterbildung aller im Dienst Arbeitenden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Italiens Gesundheitssystem auf der Rangliste den zweiten Platz zugeteilt.