Italiens Geschichte

Schon seit der Antike ist Italien ein bedeutendes europäisches Kulturzentrum. Das Land war Mittelpunkt des Römischen Reichs. Die Größe des Landes variierte in der Geschichte. Beispielsweise reichte Italien unter dem römischen Staatsmann Caesar nur bis zum Rubicon bei Rimini. Das Land dehnte sich später unter Kaiser Augustus nach Istrien bis zu den Alpen aus.
Im Jahre 568 zersplitterte das Land endgültig, nachdem die Langobarden in das Land einfielen. Im 8. und 9. Jahrhundert regierten Pippin und Karl der Große. In dieser Zeit dominierten die Franken. Jedoch entwickelte sich später ein eigenes Königreich. Auch wenn der Süden Italiens lange byzantinisch blieb, gehörte der überwiegenden Teil unter Otto dem Großen zum Heiligen Römischen Reich. Am Anfang bis zum Ende des 11. Jahrhunderts wurde Italien von den Normannen erobert. In dieser Zeit, durch den Aufschwung von Verkehr und Handel, gewannen die Städte in Norditalien zunehmend an Selbstständigkeit.

Von der Stauferdynastie bis zu den Weltkriegen

Während des Investitionsstreits unterstützen zahlreiche Städte Oberitaliens und die Normannen den Papst. Die Stauferdynastie 1268 scheiterte trotz des Versuchs, die Rechtsgewalt in Italien zu erneuern. Das ganze geschah trotz der Tatsache, dass Heinrich VI. durch eine Heirat das unteritalienische Normannenreich gewonnen hatte. Ab 1268 beherrschte den Süden Italiens die französische Dynastie der Anjou. Einen enormen kulturellen und wirtschaftlichen Vorsprung erhielt das Land im 14. und 15 Jahrhundert im Zeitalter der Renaissance. Spanien und Frankreich siegten im späten 15. Jahrhundert beim Vorherrschaftskampf in Italien.
Die Macht rissen dann allerdings im Jahre 1796 französische Revolutionstruppen an sich. Napoleon wurde 1806 König in Italien. Die Zeit des Risorgimento begann nach dem Zusammenbruch Napoleons. Das österreichisch-ungarische Veneto kam 1866 hinzu. Italien löste sich aus dem Dreibund und trat der Entente bei. Dies geschah zu Beginn des ersten Weltkriegs. Somit war es dem Königreich Italien möglich, das österreichische Südtirol zu annektieren. Durch die Gefolgsleute, die Fascisti genannt wurden, übernahm Benito Mussolini im Oktober 1922 die Macht. Italien überfiel Abessinien noch vor dem zweiten Weltkrieg und okkupierte somit das Land. Mussolini hatte das Ziel, das antike Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Er sah diese völkerrechtswidrige Besetzung als Teil seines Plans. Mussolini band sich durch verschiedene Abkommen an Adolf Hitler und das Deutsche Reich. Nach merklichem Zögern trat schließlich Italien mit in den Zweiten Weltkrieg ein. Italien wechselte nach dem Untergang der faschistischen Regierung die Fronten. Mit diesem Wechsel und dem Rückzug der italienischen Truppen erklärte das Land dem vormals Verbündeten den Krieg. Italien blieben größere Gebietsabtrennungen erspart, da sich die Regierung schon früh für diesen Frontwechsel entschieden hatte. Innerpolitisch zeichnet sich die Nachkriegsgeschichte Italiens durch häufige Regierungswechsel aus.

Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft

Außenpolitisch war das Land Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Hierbei zeichnete sich Italien durch ein Wirtschaftswunder aus.
Das Land war Jahrzehnte lang von hoher Inflation betroffen, deshalb entschloss sich Italien 2002 endgültig, an der Euroeinführung teilzunehmen.